AMH 2.0 SONDERAUSSTELLUNG

von am 24.01.2019 in AMH 2.0, Sonderausstellung

Text: Kerstin Tolkiehn

Am Montagabend, dem 21. Januar, hatten wir Social Media-Aktive und Blogger zu einer besonderen Führung durch die Sonderausstellung „Margiana – Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan“ geladen. Nach der Begrüßung durch die Community Managerin Katrin Schroeder und den kaufmännischen Geschäftsführer Thorsten Römer bei Snacks und Getränken übernahm Dominik Kloss die Reisegruppe. Der Althistoriker führte kompetent und spannend durch die Margiana und machte deutlich, wie vielfältig die Geschichte dieser Region in Turkmenistan ist. Das Land liegt geografisch etwa in der Mitte zwischen Rom und Peking und so kam es schon früh zu Austausch und Kulturtransfer mit Persien, Mesopotamien, Afghanistan und der Induskultur. Über die Vorläufer der Seidenstraße kamen auch viele Luxusgüter und teure Materialien in die Margiana. Diese Funde konnte man dort bei Ausgrabungen vor allem in Adelsgräbern finden und nun im Archäologischen Museum Hamburg betrachten.

 

Mit dem Handy in die Bronzezeit

Während der Führung wurde munter getwittert, Selfies geschossen und die rätselhaftesten Exponate bei Instagram geteilt. Viele nutzten die Gelegenheit, die erstmals in Europa gezeigten Schmuckstücke, Figuren und Gefäße in der montäglichen Ruhe in Augenschein zu nehmen. Mit vielen Fragen an und Diskussionen mit dem Guide nahmen die Gäste rege an der Führung teil. Die Kultur am Murgab-Fluss gibt allerdings auch den Archäologen immer noch Rätsel auf. Zum Beispiel der Zweck der ausgestellten Steinsäulen und -Stäbe ist bisher unbekannt.

abgefilmte Instagramstory @archaeologiehh, erstellt von @lehmandowski

Wechselhafte Geschichte – fotografisch dokumentiert

Die Region Margiana wurde von verschiedensten Volksgruppen besiedelt. Bereits zur Zeit der ausgestellten Funde aus dem Ort Gonur Depe in der Bronzezeit war sie Sitz einer Hochkultur. Später zog Alexander der Große durch, die Perser, Parther, Osmanen und Mongolen regierten hier und schufen Städte und Festungen. Ab dem 9. Jahrhundert nach Christus zogen von Norden die namensgebenden Turkmenen ein. In der regionalen Folklore, die für die Ausstellung von der Fotografin Herlinde Koelbl dokumentiert wurde, lassen sich beinahe noch Anklänge an die frühen Zeiten der Margiana erahnen.

Exponate der Ausstellung; Fotos: Peet Behm

Nach der ersten Station in Berlin und dann in Hamburg, wird die Ausstellung bald nach Mannheim weiterziehen. Umso mehr Grund, sich das Event nicht entgehen zu lassen. Wir bedanken uns bei über 25 interessierten Teilnehmer*innen! Mit all diesen Informationen versorgt, klang der Abend mit netten Gesprächen, multimedialem Networking und Weißweinschorle aus.

 

Weitere Blogbeiträge:
Markus Trapp, Text & Blog: Margiana – Per Ausstellung in die Kultur Turkmenistans eintauchen
Ulrike Hecker, Bambooblog: Margiana – ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan


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