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von am 01.10.2018 in Alllgemein

Europa in Harburg

Das Thema Europa ist aktuell wie nie zuvor. Unter dem Hashtag #SalonEuropa ruft das Museum Burg Posterstein in der Blogparade „Europa ist für mich…“ zusammen mit Tanja Praske dazu auf, sich darüber Gedanken zu machen, was Europa bedeutet.

Während der Name „Europa“ auf die alten Griechen zurückgeht (wenn auch noch nicht als Bezeichnung für den kompletten Kontinent), beobachten die Archäologen die Gegend Europa seit ihren Anfängen. Eines der bestimmenden Elemente in fast allen Epochen der europäischen Geschichte war die Migration. Menschen wanderten seit der Steinzeit über den Kontinent. Vom 4. bis zum 6. Jahrhundert sprechen wir sogar von der „Völkerwanderungszeit“. Vor kurzem präsentierte das Archäologische Museum in diesem Zusammenhang Funde und Erkenntnisse aus der Frühzeit der menschlichen Bewegung in der Sonderausstellung „Zwei Millionen Jahre Migration“.

 

 

Grund genug also, sich zu überlegen, was uns als Menschen an den Ort (in Europa) führt, an dem wir heute leben. Das Archäologische Museum hat dazu zwei ineinandergreifende Aktionen ins Leben gerufen.

 

Migrationsarchiv

 

Das Migrationsarchiv wurde bereits zu verschiedenen Gelegenheiten im Museum präsentiert, zuletzt an der Langen Nacht der Museen im April diesen Jahres. Hier können Besucher einen persönlich wichtigen Bestandteil ihres Lebens vorstellen und dessen Ursprung für jeden anderen Besucher erfahrbar machen. So wird beispielsweise der Ursprung eines Namens, eines Rezeptes oder eines geliebten Gegenstandes auf der Karte des Archivs markiert und dessen Reise bis an den heutigen Standort verfolgt. Die Teilnahme am Migrationsarchiv führt dabei zum Nachdenken und dem Beschäftigen mit der eigenen Geschichte. Manch einem Besucher fallen Ereignisse oder Gegenstände aus der Vergangenheit ein, die ihren Ursprung an einem anderen Ort genommen haben.

 

„Ich bin in Harburg, weil…“

 

Unter dem Motto „Ich bin in Harburg, weil…“ werden die Besucher des Museums angehalten zu berichten, warum sie in Harburg sind. Dabei ist es unerheblich, ob sich die Antwort nur auf diesen Tag bezieht (weil sie vielleicht als Besucher nach Harburg gelangt sind), oder auf ihr Leben als Einwohner von Harburg.

Beide Projekte können noch bis zum 30. Dezember in der Dauerausstellung des Archäologischen Museums besucht und genutzt werden.

Der Mehrwert der Projekte ist ganz klar: das Aufzeigen von Vielfalt. Eine Vielfalt der Kulturen, der persönlichen Geschichten und Ansichten. Genau diese Vielfalt ist es nämlich letztendlich, die Europa bestimmt und zu dem bunten Staatengebilde macht, das es ist.


Kommentare

3 Antworten zu “Europa in Harburg #SalonEuropa”

  1. Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

    Sehr geehrter Bent Jensen,
    vielen Dank für den Hinweis auf diese beiden interaktiven Projekte aus dem Archäologischen Museum Hamburg, die hervorragend zur Blogparade #SalonEuropa passen. Ich habe gleich Lust bekommen, ein wenig in den Antworten zu lesen, aber ich nehme an, sie sind im Augenblick vor allem vor Ort zugänglich? Haben Sie vor, die Ergebnisse später einmal zu archivieren und zusammenzufassen? Auf jeden Fall ein spannendes und wichtiges Projekt, das zum Nachdenken anregt!
    Herzliche Grüße,
    Marlene Hofmann

    Antworten
  2. Tanja Praske

    Lieber Herr Jensen,

    wunderbare Projekte, die die Vielfalt der Kulturen herausschälen – merci für die Vorstellung. Gibt es eigentlich auch Berührungspunkte bzw. Austausch zu #EuropeanaMigration (Beitrag Nr. 7 zu #SalonEuropa)? Wäre ja spannend, die Europeana mit ins Boot zu holen und wenn es in Form eines Gastbeitrags oder ähnliches wäre – fände ich spannend!

    Dann bedanke ich mich sehr herzlich für das stete Mitmachen bei den Kultur-Blogparaden mit sehr diversen und spannenden Ansichten. Ich lernte jedesmal etwas Neues und bin immer wieder erstaunt über den Facettenreichtum, den Geschichten im Archäologischen Museum. Und natürlich denke ich immer mit großer Freuden an unser gemeinsames Projekt #KultBlick zurück.

    Merci für die Kulturpower!

    Herzlich,
    Tanja Praske

    Antworten

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