AMH 2.0

von am 17.07.2018 in AMH 2.0

Der diesjährige #archaeoswap ist inzwischen schon einen Monat her, deshalb wollen wir das Event noch einmal Revue passieren lassen.

Am 18. Juni 2018 tauschten 11 archäologische Museen aus ganz Deutschland ihre Social-Media-Kanäle. Das Ganze fand bereits zum zweiten Mal statt, in diesem Jahr sogar mit zwei Museen mehr als noch 2017. Der Gedanke hinter dem Projekt ist einerseits die Vernetzung und der Austausch der teilnehmenden Museen und andererseits, bei den Usern (und potentiellen Besuchern) das Interesse an unterschiedlichen, möglicherweise bisher unbekannten Museen und Sammlungen zu wecken. Wie erfolgreich das Event nun wirklich war, lässt sich natürlich nur schwer konkret messen, aber die nackten Zahlen könne sich durchaus sehen lassen: Ingesamt haben dieses Jahr über 200 #archaeoswap-Beiträge fast 180.000 Follower erreicht.

Der #archaeoswap zeigte vor allem die Kreativität der Teilnehmer. So hat sich beispielsweise das Archäologische Museum Frankfurt, welches dieses Jahr das erste Mal dabei war, auf dem Facebook- und Twitteraccount des LWL-Museums für Archäologie in Herne ausgetobt. Die Frankfurter haben die Dame unseres diesjährigen Veranstaltungsbildes in verschiedene Situationen eingebunden, unter anderem als Teilnehmerin des Prozessionszuges für einen lokalen Keltenfürsten. Die Stiftung Neanderthal Museum orakelte mit ihrem Maskottchen, der Mammutdame Tinka, auf den Kanälen des Ägyptischen Museums München, über die Ergebnisse der Fußball-WM (unter anderem passend im Mumiengewand). Das Ägyptische Museum München wiederum spazierte auf dem Instagram-Account des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen im Schnelldurchlauf durch die eigenen Hallen, um einen kurzen Überblick zu geben, was die Besucher erwartet.

Diese drei Beispiele illustrieren die spannenden Herangehensweisen der verschiedenen Kulturinstitutionen. Sie zeigen – wie alle Beiträge des #archaeoswap – wie unterschiedlich die Museen aufgestellt sind und wie man sich heute mit den digitalen Medien in Szene setzen kann. Es geht hierbei allerdings nicht nur um Imagepflege und Marketing, sondern in erster Linie um digitale Wissensvermittlung. Der museale Bildungsauftrag beschränkt sich nicht nur auf den analogen Raum und kann, wenn das erkannt wurde, die unterschiedlichsten Zielgruppen erschließen. Mit Hilfe eines einfachen Tauschens der Online-Kanäle konnten Besucher also gemeinsam mit ihren „Stamm“-Museen über den Tellerrand blicken und Neues kennen lernen.

Wir freuen uns bereits jetzt auf das nächste Jahr, doch dazu brauchen wir auch Eure Hilfe! Meldet Euch, wenn Ihr mit Euren archäologischen Kultureinrichtungen teilnehmen wollt. Wir planen außerdem spannende Aktionen, mit denen wir die Community – also Euch alle! – noch mehr in den #archaeoswap einbinden wollen. Je mehr mitmachen, desto besser. Lasst Euch überraschen!

 

INFORMATIONEN

Die teilnehmenden Museen 2018 und deren Rotation:

Archäologisches Freilichtmuseum OerlinghausenBadisches Landesmuseum KarlsruheMuseum in der Kaiserpfalz PaderbornArchäologisches Landesmuseum Baden-WürttembergArchäologisches Museum FrankfurtLWL-Museum für ArchäologieStaatliches Museum für Archäologie ChemnitzVarusschlacht – Museum und Park KalkrieseArchäologisches Museum HamburgStiftung Neanderthal MuseumStaatliches Museum Ägyptische Kunst → Archäologisches Freilichtmuseum Oerlinghausen

 


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