#AMHONTOUR AMH 2.0

von am 22.08.2017 in #amhontour, AMH 2.0

#amhontour #dieerste
von Anais Wiedenhöfer

„Forschen – Sammeln – Bewahren – Vermitteln“ Diesen vier Grundsätzen hat sich nicht nur das Archäologische Museum Hamburg verschreiben. Doch welchem Bedeutungswandel wird sich vor allem das „Vermitteln“ unterziehen müssen, wenn die voranschreitende Digitalisierung inzwischen auch keinen Halt mehr vor der Kunst macht?

Mit einer Reise nach Düsseldorf zum NRW-Forum möchte ich den Auftakt zu einer neuen Serie auf unserem Blog machen: AMH on Tour. In einer Zeit, in der Trends kommen und gehen und die neuste App morgen schon Schnee von gestern ist, ist es essentiell, dass ein Wissensaustausch zwischen Museen und deren Experten stattfindet. Mehr und mehr finden „neue“ Berufsbilder Einzug in das Museumswesen. Online-RedakteurInnen, Social-Media Expertinnen und InformatikerInnen finden ihren Weg in Museen und verändern deren Außenauftritt sichtlich.

Deswegen verlassen wir unsere eigenen vier Wände in Hamburg-Harburg und besuchen Kolleginnen und Kollegen in anderen Museen sowie spannende Ausstellungen, die uns inspirieren sollen.

Das Archäologische Museum hat keine Berührungsängste vor Pixeln und VR-Brillen – im Gegenteil. Die (Geistes-)Wissenschaft muss sich oft der Herausforderung stellen, dass Objekte nicht erhalten und/oder ausstellbar sind. Der virtuelle Raum stellt somit eine Chance dar, durch Visualisierungen und Renderings in 3D BesucherInnen auf eine Reise durch die Zeit mitzunehmen.

Mit Google Arts & Culture haben wir bereits unser Museum für Rundgänge von zu Hause – oder wo auch immer einem danach ist – geöffnet. Doch das soll nur der Anfang sein.

Und so konnte ich es mir nicht nehmen lassen, die doch nicht so kurze Reise nach Düsseldorf zum NRW-Forum anzutreten. Dort gab es den ersten virtuellen Ausstellungsraum Deutschlands für 3 Monate (25. Mai – 30. Juli 2017): UNREAL – Eine Virtual-Reality-Ausstellung. Dort wurde ein eigener Flügel für bildende Kunst in der Virtuellen Realität eingerichtet. Mit einer VR-Brille auf der Nase konnte ich die 5 Kunstwerke von Akihiko Taniguchi, Giulia Bowinkel & Friedemann Banz, Manuel Roßner, Tabita Rezaire und Theo Triantafyllidis besuchen und in fremde Welten eintauchen. Natürlich ist das nichts für jedermann! Beim Absetzen der Brillen entwischt der einen oder anderen ein: „Das war aber anstrengend“ oder gar „Mir ist ein bisschen schlecht“. Und so ist es auch mir ergangen. Obwohl es nicht meine erste Reise in die VR war, hat sich ein mulmiges Gefühl in der Magengegend eingeschlichen.

Dennoch hat es sich gelohnt. Denn zur digitalen Kunst muss ein Zugang geschaffen und Schwellen genommen werden. Wir sind jedenfalls inspiriert und hoffen, dass dieser Trend gekommen ist um zu bleiben und uns neue Wege der Kunst- und Kulturvermittlung zu eröffnen.


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