AMH 2.0

von am 25.08.2017 in AMH 2.0

Wir experimentieren mit dem Calliope mini


von Michael und Felix Merkel

Für ein kleines experimentelles Projekt im Bereich Ausstellung und Museumspädagogik haben wir uns einige Calliope minis angeschafft um zu schauen, inwieweit diese Geräte auch in kulturhistorischen Museen eingesetzt werden können. Der Calliope mini ist eine kleine Platine, die eigentlich, ähnlich wie der Raspberry Pi 3, als Minicomputer angesprochen werden kann. In Verbindung mit einer einfachen Programmiersprache können sehr schnell zum Beispiel einfache Spiele programmiert werden, aber auch aufwendigere Anwendungen mit Bild und Ton entwickelt werden. Wenn man sich auf der Website der Anbieter die Einsatzgebiete insbesondere im schulischen Umfeld anschaut, sind auch im musealen Umfeld einige Möglichkeiten denkbar. Wir haben deshalb die zugegeben noch sehr vage Idee, mit diesen Geräten vielleicht irgendwann mal neue Wege in der Museumspädagogik zu gehen. So können mit diesen Minirechnern zum Beispiel kleine Frage-und-Antwort-Spiele programmiert werden, die sich direkt auf unsere Archäologische Ausstellung beziehen. Die jugendlichen User könnten eigene Symbole von und für unsere Objekte entwickeln und diese in ein kleines, selbstprogrammiertes Suchspiel für die Ausstellung einbinden. Man kann diesen Gedankengang weiterspinnen bis hin zu der Idee, dass eine von uns bereitgestellte Gamification-App für Smartphones von diesen kleinen Computern angesteuert wird. Wie gesagt: Wir stehen noch am Anfang dieser Idee, aber das „Digital“-Team im Archäologischen Museum Hamburg und der 11-jährige Felix haben, wie der folgende Beitrag zeigt, mit den ersten Versuchen begonnen:

 

Hallo, ich bin Felix Merkel und bin 11 Jahre alt. Ich habe schon den Eiszeitfilm für das Museum gedreht. Ihr könnt den Film ebenfalls auf dem Blog des Archäologischen Museums Hamburg finden.
Heute durfte ich für das Museum einen Calliope mini testen, das ist ein Minicomputer, den Kinder selber programmieren können.
Ich habe mir dafür auf der Website die Anleitung durchgelesen. Sie ist kurz und verständlich geschrieben. Ich habe dann den Calliope an mein MacBook angeschlossen, anschließend bin ich auf die Programmierseite „Editor“ gegangen und habe gleich ein erstes kleines Programm geschrieben. In meinem ersten Versuch habe ich probiert, Farben, Text und Emojis hintereinander ablaufen zu lassen. Das Programm muss dazu per Befehl gestartet und beendet werden. Mein Programm habe ich dann mit einem USB-Kabel auf den kleinen Computer überspielt und konnte so gleich prüfen, ob es funktioniert. Dazu habe ich Euch wieder einen kleinen Film gedreht:

Es macht mir sehr viel Spaß, mit dem Calliope mini zu programmieren, besonders weil man so viel machen kann.
Ich empfehlen deshalb allen, die diesen Text lesen und Kinder haben, den Calliope unbedingt weiter.

Euer Felix Merkel


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