INTERVIEW / PORTRAIT

von am 02.08.2017 in Interview / Portrait

Wie sich eine Urban Design Absolventin ans Archäologische Museum Hamburg verirrte

von Anais Wiedenhöfer

Die Zeit rennt. Seit zwei Monaten bin ich nun am Archäologischen Museum Hamburg. Wie ich hier gelandet bin? Es klingt ein bisschen nach Klischee, aber: Ich hatte Glück.

In Hamburg bin ich vor knapp 4 Jahren gestrandet, um hier mein Master-Studium zu absolvieren. Urban Design nennt sich der Studiengang an der HafenCity Universität, der sich der Erforschung des „Urbanen“ verschrieben hat. Dabei setzten wir uns sowohl theoretisch als auch praktisch mit diversen Prozessen, die eine Stadt ausmachen und definieren auseinander, wobei stets ein starker Bezug zu Hamburg bestand. Und so kam ich in einem Seminar zum Thema Stadtidentität zum ersten Mal mit dem Hamburger Domplatz in Berührung – dem Ursprung Hamburgs, der vergessenen Keimzelle, so hieß es.

 

Fast vier Jahre später erhielt ich eine E-Mail von einer Freundin. Mit dem Master Abschluss in der Tasche war ich nun auf der Suche nach dem, was ich werden will „wenn ich mal Groß bin“ und sie leitete mir Infos zu einem Projekt, das sich mit dem Domplatz beschäftigte, weiter – da wurde ich neugierig! Da ich alles andere als einen klassischen Lebenslauf mitbringe, schreckte mich die Tatsache, dass es sich um das Archäologische Museum handelte, nicht weiter ab. Ich bin zwar keine Archäologin, aber mit einem Bachelor in Ethnologie und Kunstgeschichte sowie Erfahrung mit Denkmalpflege schien mir eine Stelle an einem Museum eine interessante Herausforderung.

Nur wenige Tage später bekam ich die Einladung zum Gespräch und war nun doch sehr aufgeregt. Völlig zu Unrecht, wie sich herausstellte, denn kaum einen Monat später saß ich in Harburg an meinem neue Schreibtisch. Im Projekt „SmartSquare“ kümmere ich mich als Schnittstelle zwischen dem Archäologischen Museum und den Teams von der HafenCity Universität sowie Hamburg @work um die Kommunikation und forsche am Platz sowie zu Vermittlungskonzepten im „digitalen Museum“. Zusammen mit Dr. Michael Merkel arbeite ich an Ausstellungskonzepten im öffentlichen Raum, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch anregen, selbst aktiv zu werden. Es wird spannend – Sie sollten dran bleiben!


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