AMH 2.0

von am 09.03.2017 in AMH 2.0

Eine neue Außenstelle

Wie Sie vielleicht wissen, bin ich in unserem Haus mitverantwortlich für die digitale Strategie des AMH, darum darf ich Ihnen heute unser jüngstes Projekt vorstellen: „Das Archäologische Schaufenster Harburg“.

Wir haben uns in den letzten Wochen und Monaten nämlich nicht nur damit beschäftigt, die Ergebnisse der Ausgrabungen in der Schloßstraße in ein Buch zu pressen, wir wollten noch einen, digitalen, Schritt weitergehen und die spannenden Grabungsergebnisse und Geschichten von Harburgs Keimzelle direkt an Ort und Stelle erzählen.
Die Chance, dass wir dafür, hier in der Schloßstraße, direkt auf der ehemaligen Ausgrabungsfläche, einen eigenen Ausstellungsraum zur Verfügung haben, kann ich nur als echten Glücksfall bezeichnen.

Wie präsentiert man nun gut 900 Jahre Harburger Stadtgeschichte in drei Schaufenstern und auf knapp 10 Quadratmeter Fläche? Welche Geschichten wollen wir erzählen und was wollen wir zeigen? Inhalte haben wir ja genug, immerhin konnten wir auf die jüngsten Ergebnisse einer der größten Stadtkerngrabung Deutschlands zurückgreifen.

Angesichts des Ortes und der immensen Fund- und auch Datenmengen die uns zur Verfügung stehen, lag es nahe, mit beiden „Welten“ zu spielen: herausgekommen ist eine Präsentation, welcher wir den Titel „Ich sehe, ich aktiviere, ich kommuniziere“, entsprechend der drei Schaufenster, gegeben haben.

Die drei Schaufenster

In Fenster 1 „Ich sehe“ greifen wir mithilfe einer Bodenprojektion das Bild des archäologischen Blicks in den Boden auf und zeigen Ihnen Fotos von der Ausgrabung aber auch erklärende Videos zur Archäologie vor Ort.

Fenster 2 „Ich aktiviere“ wird es museal: hier stellen wir Ihnen die wichtigen Neufunde im Original vor, die dazugehörigen Informationen bekommen sie auf einem Bildschirm gezeigt, den Sie durch klopfen an der Scheibe selber steuern, „aktivieren“, können.

Fenster 3 „Ich kommuniziere“ wird dann vollständig digital: hier bekommt der Besucher weitere Informationen und Ansichten der Schloßstraße präsentiert. Er wird über die Aktivitäten des AMH informiert und er kann sich auch selber beteiligen in dem er unter dem Hashtag #SchlossAMH auf den Plattformen wie Twitter, Facebook oder Instagram einen Kommentar hinterlässt.

Das dritte Fenster

Das ist aber tatsächlich noch nicht alles!

Wir bieten nämlich gleichzeitig eine App zum Schaufenster an, welche diese Themen aufgreift und sogar noch vertieft. Da wir das Datenvolumen unserer Besucher aber nicht strapazieren wollen, bieten wir vor Ort ein nicht ganz freies WLAN an. Das WLAN ist so aufgebaut, dass es lediglich die App bereitstellt und einen Zugang zu den eben genannten Onlinekanälen ermöglicht.

Sie sehen, wir haben uns Gedanken gemacht! Dieses Fenster ist für uns derzeit jedoch auch eine Art Forschungsprojekt beziehungsweise Prototyp. Das heißt, wir werden hier in den kommenden Jahren mit Inhalten aber auch Technologien experimentieren, um diese Idee der Präsentation von musealen Inhalten im Stadtraum zu einem neuen Format für Museen zu machen.

 

Informationen zum Archäologischen Fenster Harburg:
Ort: Harburger Schloßstraße Nr. 39, 21079 Hamburg

Das Archäologische Fenster Harburg wurde durch den Museums- und Heimatverein Harburg Stadt und Land e.V. gefördert.


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