Mein Weg zum Leuchtplakat im Foyer der Sonderausstellung „Die Kunst der Mammutjäger“.

Dr. Michael Merkel, Ausstellungsleiter des Archäologischen Museums Hamburg, sprach mich bereits 2015 bei einem Social-Media-Abend an. Er hatte meine Arbeiten gesehen und hätte Lust, mal etwas gemeinsam zu machen.
Im Frühjahr dieses Jahres haben wir uns dann getroffen und Michael Merkel erzählte mit Begeisterung von der anstehenden Ausstellung „EisZeiten – Die Kunst der Mammutjäger“. Man merkte ihm richtig das Feuer an, was für die Kunst und das Thema brannte. Das reißt einen natürlich gleich mit. Das Interesse an Stencils und weiteren Formen der Streetart und Graffiti war bei ihm scheinbar schon länger ein Wegbegleiter. Er erzählte von seiner Theorie, dass die ältesten Kulturanzeichen des Urmenschen in Höhlen gefunden worden waren, und dass er vermutet, dass in 20.000 Jahren wohl auch die heutigen „Höhlenmalereien“ oder besser die Graffitis in den Tunneln der Bahnen erhalten bleiben. Bei diesen 20.000 Jahre alten Funden gab es auch schon Schablonenkunst. Die damaligen Menschen spritzten Farbe beispielsweise über ihre Hände, die sie an eine Wand hielten.

Venus EisZeiten
Stencil von René Scheer

Wir entschieden uns, das Leuchtplakat im Foyer der Sonderausstellung in meine Hand zu legen. Ich habe vorab die Dateien aus Russland einsehen dürfen und habe mich für eine bestimmte Venus-Figur entschieden. Diese sollte es nun sein. Aus Spaß hatte ich eine der Figuren in Rosa gehalten. Ich hatte gelesen (wahrscheinlich irgendwas Populärwissenschaftliches), dass man sich eigentlich nicht sicher sein könnte, dass die Venusfiguren Fruchtbarkeitssymbole wären. Vielleicht waren es auch Prähistorische Pin-Ups. Das Rosa fand bei der Vorstellung solchen Anklang, dass dann endgültig auch das Rosa in die Vorlage übernommen wurde. Unter den Begeisterten war auch der Leiter des Archäologischen Museums Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss.
Das Bild wurde im Format Din A2 angefertigt und dann auf 2,5 x 3,5 Meter auf durchscheinende Folie großgezogen. Das Ursprungsblatt wurde mit mehreren handgeschnittenen Schablonen und handelsüblichen Sprühdosen gesprüht. Zudem wurde der Hintergrund mit 8 Grau-Tönen gesprüht. Der gleitende Übergang von Weiß nach Schwarz ist dabei immer wieder eine Herausforderung.

René Scheer

Lernt René Scheer am Montag, dem 05. Dezember 2016 auf unserem Community Abend „Eiszeitkunst trifft Stencil & Comic“ kennen.

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