(9) Das Ende einer (Praktikums-) Epoche

Die viele Mühe hat sich gelohnt: Mein Kurzfilm, beziehungsweise Kurzbeitrag, ist fertig. Nachdem ich da zwei Wochen lang ganz alleine dran rumgefilmt und -geschnippelt habe, war mir ein wenig mulmig, als ich das Resultat dann schließlich zum Begutachten freigab – schließlich habe ich als „feindliche Klarchologin“ einen ur- und frühgeschichtlichen Film gedreht. Konnte das gut gehen? Aber tatsächlich fand mein Film Anklang und meine Nervosität fiel von mir wie drei von den mopsigen Venusstatuetten. Wer sich den Film angucken möchte, kann dies hier tun:


Dieser Film bedeutet neben einem schönen Beitrag für die Eiszeiten-Ausstellung auch das Ende meines Praktikums – denn heute ist mein letzter Tag.

„Vier Wochen lang archäologisches Praktikum in einem Museum heißt für mich vier Wochen lang Steine sortieren und Knochen entstauben!“ So dachte ich anfangs… Dass ich nun hier im Archäologischen Museum Hamburg meiner Leidenschaft des Social- und Multi-Media-Bereichs nachgehen konnte, hat meine Erwartungen übertroffen! Die Arbeit hier hat mir sehr viel Freude bereitet und ich werde viel für meinen weiteren Weg mitnehmen:

Lektion Nr.1: Ich bin kein Fachidiot! Man mag es kaum glauben, aber mein Fachwissen hält sich tatsächlich in Grenzen, weshalb ich eher andere Aufgaben übernehmen sollte… Zum Beispiel bissige Blogs schreiben, in denen ich dieses Nicht-Fachwissen zum Ausdruck bringe 😉

Lektion Nr.2: Statuetten werden sehr wohl mit der Post verschickt! Erinnert ihr euch, dass ich der Ansicht war, dass man Ausstellungsstücke nicht mit der Post verschickt? Ich hätte die Klappe nicht so weit aufmachen sollen: Zwei Wochen später hatte ich einen Briefumschlag mit einer Replik einer Statuette in den Händen… Chapeau!

Diese Statuette kam in einem Briefumschlag ... 1:0 für die Ur- und Frühgeschichtler
Diese Statuette kam in einem Briefumschlag …
1:0 für die Ur- und Frühgeschichtler

Blog 9 Foto 2

Lektion Nr.3: Die Eiszeit! Ich habe so viel über die Eiszeit gelernt, dass ich meine verpatzte Klausur in meinem Uniseminar zur Prähistorischen Archäologie im zweiten Versuch mit Sicherheit meistern werde (oder zumindest bestehen…).

Lektion Nr.4: Ich bin mehr Archäologin, als ich dachte! Tatsächlich konnte ich bei vielen Themen sogar als „feindliche Klarchologin“ mitreden (oder zumindest folgen…).

Alles in allem hab ich noch nicht so ganz raus, zu welcher Sorte von Archäologen ich denn jetzt gehöre… Denn, ein typisches Archäologen-Verhaltensmuster weise ich irgendwie nicht auf, so viel ist mir in den letzten vier Wochen klar geworden. Ebenfalls habe ich aber gelernt, dass ich das auch gar nicht muss! Vielleicht braucht die Archäologie auch einfach manchmal eine untypische Archäologin wie mich. Eine Archäologin, die gerne süffisante Texte (über Archäologie) schreibt, die gerne mit einer Kamera und einem Stativ durch Hamburg rennt, die nicht gerne Sachen sortiert und eine vielleicht völlig neue Sichtweise auf die uralten Dinge hat. Eben so eine „feindliche Klarchologin“ – Archäologin! 😉

Eins steht für mich fest: Spätestens zur Eiszeiten-Ausstellung werde ich wieder hier sein! Auch wenn ich nur minimal mitgewirkt habe, bin ich doch ein Teil davon und möchte mir das Resultat selbstverständlich angucken. (Außerdem soll mein Name mit drunter stehen – schon ziemlich cool 🙂

Und jetzt gehen für mich vier echt tolle und lehrreiche Wochen zuende. Ich bedanke mich bei jedem, der meinem Blog bis hierher gefolgt ist und fleißig mitgelesen hat! 🙂

Lena, die „feindliche Klarchologin“ verabschiedet sich nun. Tschüß.

 

Ein Gedanke zu „;(9) Das Ende einer (Praktikums-) Epoche

  1. Hast Du gut gemacht, Lena. Die Blogs, den Film – den Rest werde ich später begutachten. Mir als Archäologie-Interessiertem hat es jedenfalls Spaß gemacht, Dir die vier Wochen „über die Schulter zu schauen“.
    Viele Grüße und weiterhin toi-toi-toi!

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