Von der Baustelle ins Büro

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Die Ausgrabung an der Neuen Burg in der Hamburger Innenstadt ist beendet. Alle Spaten, Eimer Kellen und Pinsel sind wieder eingepackt. Trotzdem geht es weiter, denn jetzt beginnt für Ausgrabungsleiter Kay-Peter Suchowa und sein Technikerteam die wissenschaftliche Auswertung der Ausgrabung am Schreibtisch.
Was sie aber jetzt schon Neues berichten können: Die mittelalterlichen Burganlage wurde bereits viel früher errichtet als bisher vermutet. Die ältesten Bauhölzer wurden im Jahr 1021 gefällt. Die Burg wurde wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum in drei Bauphasen errichtet. Der Burgwall erreichte eine Breite von über 27 Metern.
Die Erweiterung der Nikolaikirche, die nach Aufgabe der Burg auf dem Gelände errichtet wurde, zu einer dreischiffige Hallenkirche konnte durch die Jahrringdatierung der Bauhölzer (Dendrochronologie) in das Jahr 1268 +/-1 datiert werden.
Wir danken für das rege und ungebrochene Interesse an der Ausgrabung und hoffen, dass es nächstes Jahr auf dem Nachbargrundstück Ausgrabungen durchführen können.

Fotos:
Impressionen der Grabungsfläche nach Abschluss der archäologischen Tätigkeiten.

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