Ein weiteres Kapitel

Der Nachhaltigkeitsgedanke – also, dass die errungenen Erkenntnisse, die in einer Ausstellung präsentiert wurden, nach ihrem Abbau nicht gemeinsam mit den gezeigten Artefakten im Keller verschwinden – ist den wissenschaftlichen Publikationen zu Grunde gelegt, die eine solche begleiten. Doch diese finden sich in der Regel in den Händen von Wissenschaftlern oder Besuchern dieser Ausstellung wieder und erreichen somit nur einen kleinen Kreis von sowieso schon Interessierten. Grob ausgedrückt: Das können wir uns bei Mythos Hammaburg nicht leisten! Eine Gesellschaft braucht gemeinsame Werte auf die sie sich berufen kann und diese sind nirgends leichter zu finden als in Geschichte. Individualität prägt das eigene gegenwärtige Denken, doch Vergangenheit und Zukunft der Menschheit sind ein kollektives Empfinden. Darum ist es gerade bei einer Ausstellung, die sich nicht nur der Stadtgeschichte annimmt, sondern sie auch in großen Teilen umschreibt, maßgeblich wichtig dafür zu sorgen, dass die Neuverfassung überall und für jeden verständlich zu erhalten ist. Deshalb ist nach Abbau das Projekt „Mythos Hammaburg“ eben noch lange nicht vorbei. Die zweisprachige Präsentation die wir derzeit noch für Google Art vorbereiten, „bietet uns die Chance einen globalen Zugriff zu ermöglichen. Doch diese Onlineausstellung kann – und soll nicht – ein gutes Buch zuhause ersetzen. Nun ist der begleitende Katalog mit seinen über 500 Seiten auch inhaltlich eher schwere Kost. Deshalb wird das AMH ein zweites Hammaburg-Buch schreiben, das losgelöst von Keramikchronologien und Datierungsdebatten unsere Geschichte erzählt und den neuen Blick auf Hammaburg illustriert. Federführend ist auch hier wieder Ingo Petri, der so auch noch einmal die Gelegenheit hat, das Herzblut das er letztes Jahr in die Vorbereitung der Ausstellung gesteckt hat, mit Papier und Tinte zu versiegeln.

2 Gedanken zu „Ein weiteres Kapitel

  1. Ein großes Lob für diesen nachhaltigen Umgang mit recherchiertem historischen Wissen und der wertvollen – im Fall Hammaburg – gigantischen Recherchearbeit der wissenschaftlichen Mitarbeiter! Es besteht kein Zweifel daran, dass die Geschichte der Hammaburg und der Stadt Hamburg weiter aktuell und interessant bleiben wird. Ich bin gespannt auf die neue Publikation und möchte mich noch einmal bedanken, dass ich am Google Arts Project mitarbeiten durfte. Ich freue mich, dass Ergebnis bald online zu sehen.

    Herzliche Grüße,
    Marlene Hofmann

    1. Wir freuen uns, dass unsere Arbeit zu dem Thema immer mehr von der Öffentlichkeit wahr genommen wird und auch über die Unterstützung, die wir von vielen Seiten her bekommen!

      Liebe Grüße
      Lisa Hansen

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