Interview mit Herrn Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss

Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Helms-Museum und Landesarchäologe Hamburg.
Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Helms-Museum und Landesarchäologe Hamburg.

Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss kam 1966 in Neuburg an der Donau in Oberbayern zur Welt. Bereits mit 10 Jahren interessierte er sich sehr für Archäologie, insbesondere für die Steinzeit. Als er 1978 sein allererstes archäologisches Objekt, einen Faustkeil aus dem Mittelpaläolithikum, fand, festigte sich seine Leidenschaft und seine beeindruckende Karriere nahm ihren Lauf.
Nach dem Vor-und Frühgeschichts- und Kunstgeschichtsstudium, welches er 1985 in Regensburg aufgenommen hatte, erhielt er 1991 einen Werkvertrag für Depot und Archivarbeiten am Vor-und Frühgeschichtsmuseum in Berlin. Dort betreute er u.a. eine internationale Europaratsausstellung zu den Wikingern, die anschließend nach Kopenhagen weiter gegeben wurde. 1993 publizierte Prof. Dr. Weiss ein Sachbuch zur Hallstattzeit und promovierte 1995 über prähistorische Brandopferplätze. Bevor er 1999 wieder nach Berlin zurückkehrte und Kustos des Vor-und Frühgeschichtsmuseum wurde, war er auf zahlreichen Ausgrabungen der Bodendenkmalpflege in Bayern, Straubingen, Regensburg und Landshut tätig.
Seit 2003 ist Prof. Dr. Weiss Direktor des Archäologischen Museums Hamburg.

Herr Prof. Dr. Weiss, was sind ihre konkreten Aufgaben als Direktor des Archäologischen Museums Hamburg?
Nun, als Direktor obliegt mir zu allererst die Themenfindung für die jeweilige Ausstellung bzw. ich überlege mir eine passende Herangehensweise an ein bestimmtes Thema. Danach beschaffe ich passende Leihgaben und führe Gespräche mit potentiellen Sponsoren. Außerdem bin ich für die Öffentlichkeits-bzw. Lobbyarbeit tätig und trage nach der Ausstellung nicht nur für die jeweilige Publikation Sorge, sondern auch dafür, dass das neugewonnene Wissen der Hamburger beststehen bleibt. Damit dieses Wissen stetig erhalten und ausgebaut wird, halte ich u.a. Podiumsdiskussionen und Vorträge.

Wie stehen Sie zur kommenden Hammaburg-Ausstellung? Was sind Ihre Erwartungen?
Wir haben dieses Thema gewählt, weil wir uns sicher sind, dass die Hamburger es sehr interessiert annehmen werden. Dadurch, dass die Hammaburg Namensgeber der Stadt ist, entsteht ein direkter Bezug, der die Thematik für jeden (gebürtigen) Hamburger noch spannender macht. Was gibt es besseres, als über die Geschichte der Stadt Bescheid zu wissen, in der man lebt?

Sarah Denker

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