Interview mit Silke Kopton

Silke Kopton wurde 1966 in Münster geboren. Nach ihrem Abitur im Jahre 1985, nahm sie das Studium an der Fachhochschule für Bibliothekswesen in Köln auf, welches sie 1988 mit Diplom abschloss. Frau Kopton ist nicht nur sehr archäologiebegeistert sondern ebenfalls äußerst sprachaffin. Besonders schätzt sie die romanischen Sprachen, weshalb es ihr eine große Freude war, nach ihrem Diplom 1988, fünf Jahre eine romanische Seminarbibliothek zu leiten. 1993 kam sie zum Archäologischen Museum und hatte 1994, vermittelt über die bibliothekarische Auslandstelle in Berlin, für zwei Monate ein Stipendium in Paris zur Untersuchung der Bibliothekslandschaft in den Nationalmuseen Frankreichs. Seit 2009, nachdem sie aus ihrer Elternzeit zurückgekehrt war, kümmert sich Silke Kopton nun wieder mit voller Hingabe um die Bibliothek des Archäologischen Museum Hamburgs. Hierbei leistet sie mit nur 15 Stunden in der Woche dennoch ganze Arbeit. Besonders arbeitsintensiv ist z.B. die Erschließung der Altbestände, die oft in Pergament und Leder gebunden sind.
Frau Kopton, bitte beschreiben Sie einmal den Aufbau der Bibliothek des Museums!

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Um das einmal vorweg zu nehmen, was kaum einer weiß; unsere Bibliothek ist die größte archäologische Spezialbibliothek in Norddeutschland, denn sie besitzt mehr als 55.000 Bände und hat ca. 200 Zeitschriften abonniert. Dieser Bestand gliedert sich, gemäß dem Namen des Museums, Archäologisches Museum Hamburg, Stadtmuseum Harburg- Helms-Museum, in drei Hauptbereiche: die Vor-und Frühgeschichte Norddeutschlands, ihre Nachbardisziplinen und die Stadtgeschichte Harburgs. Zu letzterem Thema findet man in unserer Bibliothek übrigens fast die gesamte erschienene Literatur, aber z.B. auch nicht im Buchhandel erschienene Vereins-und Festschriften Harburgs, die sogenannte graue Literatur. Seit dem Jahr 2000 können alle Nutzer unsere Neuerwerbungen in dem Gemeinsamen Verbundkatalog Norddeutschlands (GVK) im Internet suchen. Alle Werke, die vor diesem Datum erschienen sind, müssen zusätzlich vor Ort im Zettelkatalog recherchiert werden, da erst ca. ein Drittel des Bestandes digital erfasst ist. Dieses Problem soll allerdings langfristig behoben werden.

Was sind Ihre konkreten Aufgaben?
Neben den administrativen Aufgaben, die in einer Bibliothek anfallen, kümmere ich mich momentan besonders um die Erschließung der Altbestände bzw. die Aufarbeitung des Zettelkatalogs vor 2000. Außerdem pflege ich Kontakte zu über 150 aktiven Tauschpartnern, mit denen wir besonders Literatur zum Thema Vor-und Frühgeschichte austauschen.
Wirken Sie an der kommenden Hammaburg-Ausstellung mit? Wenn ja, wie?
Nun, ich wirke nicht direkt an der Ausstellung mit, werde aber einen Handapparat erstellen, durch den sich die Besucher noch eingehender mit dem Thema beschäftigen können.

* Die Bibliothek befindet sich im Haupthaus am Museumsplatz und steht allen interessierten Besuchern derzeit dienstags, mittwochs und freitags von 10-12 Uhr und nach Vereinbarung zur Verfügung. Besucher, die mit ihren Fragen vorbei kommen möchten, sind herzlich willkommen und werden intensiv betreut!

Sarah Denker

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