Mythos Hammaburg

Seit Jahrhunderten wissen die Hamburger, dass ihre Stadt aus einer Burg entstand, die schon immer ein wichtiges Handelszentrum an der Elbe war, indem sich Menschen unterschiedlichster Kulturen tummelten.
Doch die Namensgeberin und Keimzelle der schönen Stadt Hamburg – die Hammaburg – schien lange nur ein Mythos zu sein, der aus den dunklen Zeiten des Mittelalters auf uns gekommen war.
Dass sich hinter Mythen allerdings meist Geschichte verbirgt wissen Historiker und Archäologen ganz genau. Und warum sollte dann eine Stadt von der berichtet wird, dass sie als Sitz von Bischof Ansgar Opfer brutaler Wikingerüberfälle wurde und in die sogar ein Papst in die Verbannung geschickt wurde, bloß ein Kindermärchen sein?
Im Herzen der Stadt gingen die Hamburger Archäologen auf die Suche. Die Ausgrabungen auf dem Domplatz förderten Erstaunliches und Unerwartetes zu Tage. Es wurden zwei Ringgräben entdeckt, die sich fantastisch als Verteidigungsanlagen einer Burg denken lassen könnten – wären sie nicht so klein. Und auch wenn dort Tierknochen, Lederreste sowie Nuss- und Muschelschalen, aber auch ein kleiner Elfenbeinanhänger und wenige verzierte Fibeln menschliches Leben bezeugen, so hätte man sich von der legendären Hammaburg doch prunkvollere Artefakte erhofft.
65 Jahre sind seit dem Beginn der ersten Ausgrabung vergangen und seit dem dauert die Diskussion um das Gefundene an. Sie sorgte dafür, dass die Forscher mehrfach umdenken und Abstand zu ihren Erwartungen bekommen mussten, um schlussendlich die Geschichte Hamburgs neu schreiben zu können.
Als erstes wagt sich das Archäologische Museum Hamburg diese zu präsentieren, um ein neues Licht auf den Mythos Hammaburg werfen zu können.
Dieser Blog begleitet das Projekt und die Archäologen, die die Ausstellung vorbereiten und soll den interessierten Museumsbesuchern die Möglichkeit bieten, diese für die Stadt Hamburg bedeutende Ausstellung, auch hinter den Kulissen erleben zu können.

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5 Gedanken zu „Mythos Hammaburg

  1. Führungen im „Bischofsturm“

    Bischofsturm, im Keller des Dat Backhus, Speersort 10, 20095 Hamburg Mo-Fr. 7-19 Uhr, Sa 7-18 Uhr.
    Jeden ersten Montag im Monat findet in der Zeit cvon 16.30 -18 Uhr ein Rundgang statt, der einen Einblick in die Zeit mittelalterlicher Burganlagen zwischen Rathaus, Nikolaikirche und Domplatz gibt.

  2. Erstklassige Idee. Viel Erfolg und weiterhin so eine „fachlich fundierte Hand“ wie in Facebook. Freue mich auf weiterhin auf Beiträge aus dem Norden. Grüße aus Trier 😉

    1. Hallo Peter, danke für die Komplimente! Wir werden uns bemühen und regelmäßig berichten!
      Herzliche Grüße
      Michael Merkel

    1. Hallo Sabine,
      herzlichen Dank für deinen Kommentar! Über deinen Blog freuen wir uns natürlich auch sehr, deshalb nehmen wir ihn auch gleich in unserer Blogroll auf.
      Beste Grüße
      Michael Merkel

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